FREIE PLÄTZE: Auf Anfrage
Kindertagespflege, Kinderbetreuung in Bietigheim-Bissingen

Pädagogisches Konzept

In unserer Arbeit ist uns ein sehr bekannter Leitsatz von Maria Montessori wichtig:

„Hilf mir, es selbst zu tun“.

Dieser Satz soll sich durch unseren Alltag ziehen. Wir begleiten unsere Kinder nach diesem Satz wenn Sie sich anziehen, sich Hände waschen, den Esstisch vorbereiten sowie beim Gießen und Pflanzen im Garten etc.

Nach Montessori stellt diese Freude am Lernen einen Kernbestandteil des Wesens eines jeden Kindes dar. Kinder wollen ganz natürlich aus ihrer eigenen Motivation heraus lernen. Vor allem deshalb, weil sie am (erwachsenen) Leben teilhaben wollen. Deswegen wird bei uns die Selbstständigkeit der Kinder in allen Arbeiten des täglichen Lebens gefördert.

 


Frühkindliche Bildung und Förderung

Bildung beginnt mit der Geburt und dauert das ganze Leben an. Kinder lernen in jedem Augenblick ihres Lebens. Sie erforschen die Welt, saugen Eindrücke auf und imitieren das Verhalten Erwachsener. 

Kinder von 0 bis 2 Jahre: Sie lernen vorallem, wie ihr eigener Körper funktioniert, wie sie mit anderen kommunizieren können und wie sich Dinge und Materialien anfühlen. Es ist von entscheidender Bedeutung, Kindern fortwährend Möglichkeiten zu eröffnen, um neue Erfahrungen zu machen und Gelerntes zu vertiefen. Durch Bewegung und Handeln gewinnt der Körper seine ersten Erfahrungen mit der materiellen Welt. Ohne Sinneserfahrungen könnten konkretere Erfahrungen (z.B. schwimmen/sinken im Wasser) später theoretisch schwer verstanden werden. Besonders bei den Kleinsten sind deshalb verschiedene Sinneserfahrungen beim Spiel von entscheidender Wichtigkeit. Deswegen bieten wir besonders für diese Altergruppe verschiedene Materialien wie Wasser, Sand, Bällchenbad, Fühlsäckchen, Nahrungsverkostung, Matschtisch im Garten und Bewegungsmöglichkeiten, wie unterschiedliche Ebenen und Unterlagen an. Unsere Kinder dürfen sich dreckig machen, denn diese wichtigen Erkenntnisse aus dem Spiel werden als Grundlage für das weitere Leben gespeichert.

Kinder ab ca. 2 Jahre: Erst mit dem Erfahrungsschatz über die Sinne hat ein Kind die Möglichkeit, seine eigenen Erfahrungsschatz nach außen zu tragen, zum Beispiel durch Sprache, gemeinsames Rollenspiel, freies Malen und Basteln. Dies ist wichtig, um die Kenntnisse aus der Kleinkindphase zu erweitern. Dabei bevorzugen Kinder Themen, die mit ihren alltäglichen Erlebnissen zu tun haben, wie Einkaufen, Blumen pflanzen oder Baustellen. Es entstehen Fragen. Zum Beispiel: Was frist ein Regenwurm? Was braucht eine Blume zum Wachsen? Was ist in einem Krankenwagen?
In Anlehnung an die Reggio-Pädagogik möchten wir gerade in diesem Alter Angebote und kleine Projekte zu den aktuellen Fragen und Interessen der Kinder anbieten.
Eine unserer Hauptaufgaben ist es, gemeinsam mit Ihrem Kind auf Entdeckungsreise zu gehen, es anzuleiten und seine Neugier zu wecken. Frei von Erwartungen und Zwängen und mit genügend Zeit ist dies bei uns in einer kleinen Gruppe wunderbar möglich. Dabei werden alle Kinder bestärkt, eigene und kreative Lösungswege für ihre Fragen zu finden.

Mit jeder neuen Erfahrung, mit jeder erlernten Fähigkeit wachsen Selbstständigkeit und Selbstvertrauen. Kinder sollen frühestmöglich erkennen, dass sie durch Handlungen oder Laute Reaktionen hervorrufen und damit verbunden Wünsche äußern können. Ziel ist es, Ihr Kind auf die nächsten Entwicklungsschritte vorzubereiten und es entsprechend seiner Stärken individuell zu fördern und zu unterstützen. Wir wünschen uns sehr, dass die Kinder aus unserer Großtagespflege mit einem reichhaltigen Erfahrungsschatz und einem ersten Werteverständnis in die Schule kommen.


Matschen

Kletterbaum für Kleine

Was fressen Regenwürmer?

Wie fühlt sich Reis an?

Fingermalfarben

Wichtigkeit eines strukturierten Tagesablaufs

Für die Entwicklung Ihres Kindes sind vor allem wiederkehrende Muster und strukturierte Tagesabläufe wichtig. Dies gibt vor allem den jungen Kindern Orientierung in der Vielzahl der Tageseindrücke.

Bei uns gibt es nach einer Freispielzeit ein kurzes Morgenritual. Nach einem Lied begrüßt unsere Handpuppe - der Vogel "Pieps" - die Kinder. Danach folgt ein kurzes Fingerspiel oder eine kurze Geschichte. Im Anschluss bekommen die Kinder ein gesundes zweites Frühstück mit Obst. Anschließend beginnt der Toilettengang. Wickelkinder werden gewickelt. Unter Einbindung der kindlichen Interessen sorgt die weitere Tagesgestaltung (meist draußen) dafür, dass die Kinder viel Spass haben. Wir machen Ausflüge in die Natur oder auf den Spielplatz, schauen uns Bagger an oder gehen zu den Hasen auf den Robinsonspielplatz. Dabei fließen die Jahreszeiten und die verschiedenen Witterungen selbstverständlich in die Planungen ein. Durch diese ergeben sich auch immer neue Entdeckungs- und Lernschwerpunkte, was Ihrem Kind vielfältige Eindrücke und Erfahrungen bietet. Nach diesem ereignisreichen Vormittag gibt es Mittagessen. Mittagsruhe ist nach Bedarf, meist gegen 12:30 Uhr. Haben Kinder andere Ruhezeiten ermöglichen wir diese selbstverständlich.



Ausflug nach Benningen

Hasen streicheln

Traktor beobachten

Strohwelt Schloss Ludwigsburg

Kreativ in der Natur

Schlaf nach Bedarf

Unser Pieps

Auf den Markt gehen

Ausflug zum LandWürth

Die Eingewöhnung als sanfter Start in den neuen Lebensabschnitt

Die Eingewöhnungsphase Ihres Kindes zählt zu den wichtigsten Abschnitten während der Zeit der Betreuung. Denn Kinder und Eltern müssen Vertrauen zu uns aufbauen. Jedes Kind reagiert anders auf Veränderung und manche Kinder brauchen einfach etwas mehr Zeit, um sich an die neuen Bezugspersonen und die neuen Räumlichkeiten zu gewöhnen. In der Kindertagespflege wird deshalb auf die individuellen Bedürfnisse jedes Kindes bei der Eingewöhnung in die neue Umgebung eingegangen. Zwischen Ihrem Kind und uns wird schnell eine vertrauensvolle Beziehung entstehen, die Ihrem Kind Sicherheit gibt. Trost und Zuwendung kann es dann von uns gut annehmen, wenn es einmal müde ist oder ein kleines Unglück den Tag trübt.

Die Eingewönung erfolgt nach dem Berliner Model. Dabei dauert die Eingewöhnungszeit je nach Bedarf von Kindern und Eltern zwischen einer und vier Wochen. Sollte sich ein Kind mit der Eingewöhnung schwerer tun, macht das auch nichts. Das Tempo wird allein von Ihrem Kind bestimmt. Schließlich muss es neben uns als neue feste Bezugspersonen auch die anderen Kinder kennenlernen. Diese Phase der Veränderung sollte behutsam eingeleitet werden. Aus diesem Grund besteht der Beginn der Eingewöhnung aus mehreren Schnupperstunden, bei denen ein Elternteil durchweg anwesend ist.

Nach ein paar Tagen erfolgt dann eine erste Trennung, während der die Mutter oder der Vater aber in der Nähe bleiben. So steigert sich das Fernbleiben des Elternteils von Tag zu Tag. Wir beobachten Ihr Kind dabei sehr genau, um bei eventuellen Problemen zielgerichtet reagieren zu können. Die Eingewöhnung ist abgeschlossen, wenn sich Ihr Kind darauf freut, zu uns gebracht zu werden und auch Sie ein gutes Gefühl dabei haben.

Gesundheit und Ernährung

Zur gesunden Entwicklung Ihres Kindes trägt auch eine ausgewogene Ernährung bei. Dabei binden wir die Kinder zum Teil in die Zubereitung von Mahlzeiten mit ein und machen das Mittagessen so zum gemeinsamen Erlebnis. Wir setzen auf frische, gesunde und abwechslungsreiche Kost. Für das Essen kann sich Ihr Kind die Zeit nehmen, die es braucht. Dabei lernt es spielerisch verschiedene Zutaten und Geschmacksarten kennen. Auf diese Weise wird die natürliche Neugier Ihres Kindes geweckt und es entwickelt Spaß am Essen. Selbstverständlich haben alle Kinder bei den Wurzelzwergen das Recht, selbst zu entscheiden wie viel sie essen und trinken möchten. Oft Essen Kinder in der Gruppe durch abschauen besser. Wenn Ihr Kind aus gesundheitlichen Gründen eine besondere Ernährung braucht oder Sie Wünsche bezüglich der Ernährung haben, werden wir Ihre Ansprüche beachten.


Spass am Essen...

 

Elternkooperation

Der enge Kontakt mit den Eltern ist bei unserer Arbeit von großer Bedeutung. Unser Ziel ist es, eine Atmosphäre des gegenseitigen Vertrauens zu schaffen. Die kleinen Betreuungsgruppen in der Kindertagespflege sind dabei ein großer Vorteil, weil beim Ankommen und Abholen Ihres Kindes oft Zeit für einen kurzen Austausch bleibt.

Elterngespräche sind fester Bestandteil der Arbeit in der Kindertagespflege und geben den notwendigen Raum, um sich mit Ihnen über organisatorische Aspekte, die Entwicklungsfortschritte Ihres Kindes und eventuelle zielgerichtete Fördermaßnahmen auszutauschen. Wir teilen unser pädagogisches Fachwissen und unsere Erfahrungen gerne mit Ihnen und stehen bei Fragen rund ums Kind stets zur Verfügung.

Zusammenarbeit mit anderen Tageseltern und Jugendamt

Bei Ausflügen oder Spaziergängen kommt es immer mal wieder vor, dass sich verschiedene Gruppen der Tageseltern begegnen und der Kreis der Kinder für eine gewisse Zeit vergrößert wird. Die Tageseltern sind gut vernetzt und dankbar für einen fachlichen Austausch. Selbstverständlich wird dabei der Datenschutz gewährt und nicht über einzelne Kinder geredet.
Bei diesen Treffen lernen die Kinder neue Spielkameraden kennen und können die in der eigenen Gruppe erworbenen sozialen Fähigkeiten über den vertrauten Personenkreis hinweg zur Anwendung bringen.

Die enge Zusammenarbeit mit dem zuständigen Jugendamt ist für uns eine Unterstützung. Bei Rückfragen haben wir immer eine Anlaufstelle und die regelmäßige Überprüfung der Räumlichkeiten, in denen wir die Kinder betreuen, gibt uns Anreize zur Verbesserung. Denn wir möchten, dass sich Ihr Kind bei uns wohl fühlt. Das gibt auch Ihnen als Eltern ein gutes Gefühl. Auf Ihre Wünsche gehen wir in der täglichen Arbeit so gut wie möglich ein und bieten Ihnen eine Flexibilität, die die bestmögliche Eingliederung der Kinderbetreuung in Ihren Alltag erlaubt.